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USC Münster : Apollo 8 Borne – Routiniers

Nicht nur Ostbevern bekommt es hin, hochklassige Volleyballspiele zu organisieren, sondern auch Westbevern, nur halt nicht in Westbevern, denn da sind die Hallen zu klein. Aber glücklicherweise gibt es ja die Dreifachhalle in Telgte, nicht so schön wie die Beverhalle, die ja wirklich auf Veranstaltungen ausgelegt ist, aber mit ausreichendem Platzangebot und sogar mehr Zuschauerplätzen. Diese wurden in diesem Fall aber gar nicht mal benötigt. Mit nur zehn Tagen Vorlaufzeit hatte Olaf Gartenschläger vom SV Ems die Veranstaltung aus der Taufe gehoben, deutlich zu spät für eine offizielle Aufnahme ins MGM-Programm und auch für eine Vorankündigung in der SPORT VOR ORT. Und weil die gesamte Volleyball-Abteilung des BSV sich auch noch auf einem Vorbereitungsturnier in Osnabrück befand, beschränkte sich die Anzahl der Besucher dann auf etwa 150, so gerade ausreichend für gute Stimmung in der Dreifachhalle.

Der USC trat gerade mal mit acht Spielerinnen an: Libera Lisa Thomsen, 112fache Nationalspielerin, Zuspielerin Mareike Hindriksen, 2016 Deutsche Meisterin und Pokalsiegerin mit Dresden, Liza Kastrup, Nationalspielerin Juliane Langgemach, 2014 und -15 Meisterin mit Dresden, Lena Vedder in ihrem ersten Spiel nach einem Kreuzbandriss im Winter, Kazmiere Brown, Neuzugang von der Lexington University Kentucky, USC-Urgestein Ines Bathen in einem ihrer letzten Spiele und Beacherin Marianna Sharafutdinova. Demgegenüber die Niederländerinnen, die mit ihrer kompletten neuen Erstligamannschaft angereist waren. Sehr schnell wurde deutlich, dass die deutschen Routiniers den niederländischen Aufsteigern einiges voraus haben, beispielsweise einen wesentlich früheren Saisonstart, aber auch die herausragenderen Spielerinnen. Die ersten starken Akzente setzte Kazmiere Brown mit gut platzierten Angriffen und bis die Niederländerinnen das im Griff hatten, war der erste Satz schon mit 25:16 dahin.

Und weil das dann nicht mehr so klappte, änderte Münsters Trainer Teun Buijs kurzerhand die Taktik und so setzten Ines Bathen über links und dann Julia Langgemach die entscheidenden Akzente zum 25:13 im zweiten Satz. Weil Liza Kastrup im dritten Satz recht oft im Borner Block hängenblieb, gelang es Apollo 8 diesmal dranzubleiben und nur zu :23 zu verlieren. Eigentlich ist so ein Match ja dann beendet, die Teilnehmer hatten aber von vornherin vereinbart, mindestens vier Sätze zu spielen. Und so gab es dann noch einen vierten Satz, in dem alle außer Ines Bathen etwas Gas rausnahmen, in dem sich Liza Kastrup rehabilitieren konnte und den Lena Vedder erstmals seit Dezember durchspielte. Und der ging dann auch mit 24:26 an die Gäste aus dem Ausland.

Und so waren dann letztlich auch alle zufrieden. Der USC hatte verschieden Spielweisen ausprobiert, Apollo hatte sich nicht abschlachten lassen und gerade im Defensivbereich gute Qualität demonstriert, der SV Ems konnte stolz sein, in so kurzer Zeit alle Herausforderungen gestemmt zu haben und die Friesen, denn ihre Halle wurde wahrscheinlich gründlicher gesäubert als je zuvor.
Nur Olaf Gartenschläger nicht. Der Initiator lag mit Nierensteinen im Krankenhaus und verpasste das Event komplett.

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